Birken in Huxfeld gepflanzt

Eine schöne Nachricht: der Ersatz für die in Huxfeld gefällten Birken ist da! 151 junge Birken säumen die Straße. In ein paar Jahren haben wir hier wieder eine schöne Birkenallee.

Die alten Bäume wurden gefällt, da sie aufgrund schlecht ausgeführter Bauarbeiten im Wurzelbereich beschädigt worden waren. Meldungen des Landkreises Osterholz dazu: Weitere Untersuchung von Bäumen an der Kreisstraße 25 in Huxfeld | Landkreis Osterholz (landkreis-osterholz.de) und Weitere Baumfällungen in Huxfeld | Landkreis Osterholz (landkreis-osterholz.de)

Zu den geplanten Ersatzpflanzungen am Wiesendamm heißt es in den Vorlagen zur Bauausschusssitzung am 19.11.2020: „Am 10.11.2020 wurde gemeinsam mit Herrn Hannig von der Fa. Karl Hannig vor Ort überprüft, an welchen Standorten wieder Bäume am Wiesendamm gepflanzt werden können. Hierbei wurden die in 9 Betracht kommenden Standorte mit Holzpflöcken markiert. Die Standorte befinden sich – bis auf einen Standort – auf den privaten Grundstücken, um die notwendigen Abstände zur Fahrbahn und zu den Versorgungsleitungen einzuhalten. Die in Betracht kommenden Standorte sind durch die Markierung gut zu erkennen. Einige Grundstückseigentümer hatten erklärt, dass sie keinen Baum vor oder auf dem eigenen Grundstück haben wollen. Daher wurden diese Grundstücke auch nicht berücksichtigt. Bei den in Betracht kommenden Standorten werden die Anwohner nun um verbindliche Rückmeldung zum Standort und zur gewünschten Baumart gebeten. Wenn diese Rückmeldung vorliegt, könnte die Pflanzung erfolgen, wobei die Gemeinde gemäß dem dazu getroffenen Beschluss die Kosten für die Pflanzung gemäß Beschluss bis zu 500 € dann an die jeweiligen Grundstückseigentümer erstattet.“ Quelle: Ratsinformation der Gemeinde Grasberg – Vorlage 2020/0156 (ratsinfomanagement.net)

Meine Meinung (Kommentar):

Über die zügig erfolgten Ersatzanpflanzungen in Huxfeld habe ich mich sehr gefreut. Ich hoffe, dass es am Wiesendamm nicht nur bei neun Standorten bleibt und die Sache im Sande verläuft. Der Landkreis hat gut und schnell gearbeitet, dieses sollte die Gemeinde auch tun!

Junge Birken in der Huxfelder Straße / Foto: Christiane Seeger

Keine grüne Oase mehr!

Viele Vögel und andere Kleintiere haben ihr Zuhause verloren. Keine Schattenspender an den Gehwegen im Sommer. Der Anblick der Straße macht einfach nur traurig!

Die Entscheidung die Bäume, die in drei bis fünf Jahren nicht mehr standfest sein sollte, schon jetzt zu fällen – in einem Abbacken sozusagen – mag kosteneffektiv gewesen sein. Aber wenn es danach geht, werden ALLE Bäume irgendwann nicht mehr standfest sein. Also alle abholzen? Das kann doch nicht die Lösung sein!

Das sich die Gemeinde keine Gedanken über Neuanpflanzungen gemacht haben soll, sehe ich, wenn dem so ist, als ein großes Versäumnis! In Zeiten, wo der Klimawandel immer und überall auf der Tagesordnung steht, ist das mehr als nur kurzsichtig gedacht. Hier muss schnell gehandelt werden!

Generell geht der dörfliche Charakter immer mehr verloren

In den Außendörfern stehen Gebäude leer und verfallen. In Grasbergs Ortsmitte und dem Neubaugebiet herrscht ein regelrechter Bauboom. Grasberg muss aufpassen, dass es seinen dörflichen Charakter nicht vollends verliert und zu einem Schlafort für Pendler mutiert!

Mit einer Ausgleichsfläche für die abgeholzten Bäume könnte auch gleichzeitig etwas Schönes für die Bevölkerung geschaffen werden: Warum nicht über eine Streuobstwiese mit alten Obstbaumsorten nachdenken?

Ein Kommentar von Christiane Seeger

Berichte in der Wümme Zeitung vom 06.02.2020 und 14.02.2020

Kahlschlag