Ölfilm auf der Wörpe

Ein kleines Naturparadies in Grasberg ist das Flüsschen Wörpe. Das Idyll wird heute jäh gestört: Ein aufmerksamer Anwohner entdeckt auf dem Wasser einen schillernden Ölfilm und benachrichtigt die Behörden. Das die Ölsperre unserer Freiwilligen Feuerwehr nach so kurzer Zeit (vgl. Auto in der Wörpe) wieder zum Einsatz kommt, hätte sicherlich niemand gedacht. Wie gut, dass so etwas vor Ort vorhanden ist. Hoffentlich wird die Ursache des Umweltfrevels bald gefunden!

Tipp: In solchen oder ähnlichen Fällen beim Gewässer- und Landschaftspflegeverband Teufelsmoor anrufen! Tel. 04792 / 93120 

Foto: Christiane Seeger

Update:

Die Ursache ist laut einem Bericht der Wümme-Zeitung ein Bus, der eine größere Menge Dieselkraftstoff verloren hat.

„Unterwegs“: Müntefering kam mit der Linie Vier

Die Bevölkerung wird immer älter, der demographische Wandel ist in vollem Gange. Franz Müntefering hat erst vor wenigen Tagen seinen achtzigsten Geburtstag gefeiert und ist auf Einladung der Volkshochschule (vhs) nach Lilienthal gekommen. Für den Weg vom Bremer Hauptbahnhof zum Kulturzentrum Murkens Hof nimmt er die Linie Vier und nutzt die Fahrzeit, um sich zu unterhalten.

Älter wird man zwar von alleine, aber man müsse darüber reden. Im voll besetzten Schröter-Saal (ca. 120 Personen) erzählt er über seine drei Punkte für ein gutes Älterwerden: „Laufen, Lernen, Lachen“ heißt sein Programm.

Mit dem Begriff „Laufen“ ist die Bewegung im Allgemeinen gemeint. Wer rastet, der rostet, dass sagt nicht nur ein Sprichwort. Bewegung hat immer auch einen positiven Einfluss auf das Gehirn. Müntefering sagt: „Bewegung der Beine ernährt das Gehirn.“

„Wir sind nicht sonderlich weise, nur sonderlich!“

Soziale Kontakte sind wichtig, im Alter vereinsamen Menschen oft. Auch hier kann Bewegung helfen: In vielen Sportvereinen werden Gruppen für Senioren angeboten. Wenn nicht, kann man anbieten, selbst eine zu organisieren. Die Begründung älterer Menschen, warum sie nicht an einer Seniorenveranstaltung teilnehmen, laute oft: „Da geh‘ ich nicht hin, die sind alle so alt…“ Alte Menschen würden manchmal sonderlich. Das sei aber kein Hinderungsgrund! Es sei allemal besser, mit sonderlichen Leuten spazieren zu gehen, als allein Zuhause zu sitzen.

Treppen sind eine Chance, nicht nur ein Hindernis

Die Unfallgefahr im Haushalt ist um ein vielfaches höher, als im Straßenverkehr. Sturzprophylaxe ist sehr wichtig! Gerade bei gedrehten Treppen ist ein Geländer an der Wandseite hilfreich: Wenn man die schmalen Stufen in der Spindel benutzt, könne man sich zwar am Geländer festhalten, aber dafür den Fuß nicht richtig aufsetzen. An der Breitseite der Stufen ist zwar die Wand, aber es fehlt die Möglichkeit zum Festhalten. Dieses Nachzurüsten ist kein großer Aufwand, aber gibt Sicherheit! Auch Teppiche könne Stolperfallen sein. Warum den Teppich nicht einfach an die Wand hängen?

Vereinsamung bedeutet auch, dass Menschen sich gehen lassen, nicht mehr waschen oder frisieren, den ganzen Tag im Bademantel zubringen. Oder vielleicht gar nicht mehr aufstehen. Es käme ja doch keiner, der einen sieht. Soziale Kontakte suchen und pflegen ist die Lösung. Müntefering berichtet von einer Veranstaltung namens „Mit Rädern zum Essen“. Hier kommen die Senioren einmal in der Woche zusammen, essen und reden miteinander (Anmerkung der Redaktion: So ein Angebot gibt es in Grasberg auch! Näheres dazu unten).

Lernen muss nicht unbedingt das Erlernen einer Fremdsprache bedeuten. Die Volkshochschulen bieten Kurse zu vielen erdenklichen Themen an. Das Lesen von Büchern hält geistig fit, der Konsum von guten TV-Beiträgen, Radiosendern und das Lesen der Tageszeitung ebenso. Lieber in die Tiefe gehen, als nur auf Geschwindigkeit aus zu sein. Als negatives Beispiel dienen hier die neuen Medien, bei denen oft nur noch die Überschrift gelesen wird. Ganz wichtig ist es, sich mit anderen Menschen über den Inhalt auszutauschen.

Jeder hat ein Recht auf Bildung. Ältere Menschen könnten zum Beispiel als Zeitzeugen an Schulen aus der Vergangenheit berichten. Oder als Lernpaten Kinder unterstützen. (Anmerkung der Redaktion: Ein solches Angebot gibt es in Lilienthal. Näheres dazu unten).

„Fühlen Sie sich alt? – Nein, ich BIN alt!“

Lachen ist ebenso wichtig. Der routinierte Redner Müntefering steuert sein Publikum auf humorvolle Weise auch durch schwierige Themen wie etwa Demenz und Sterben.

Zum Schluss Franz Müntefering gibt allen Anwesenden mit auf den Weg: „Immer morgens aufstehen!“

Zur Vertiefung der Thematik empfiehlt sich die Lektüre seines Buches „Unterwegs – Älterwerden in dieser Zeit“, ISBN 9-783801-205430, 23,- EUR (Unbezahlte Werbung, Hinweis laut Blogger-Kodex).

Über die Demografie in Grasberg und den aktuellen Wohnungsbau spricht die Bürgermeisterin Marion Schorfmann am Donnerstag, 6. Februar, um 15 Uhr im Rathaus, Speckmannstraße 30. Veranstalter ist der Grasberger Seniorenrat.

Foto: Marcus Schmidt

Zur Person: Franz Müntefering ist dem überwiegenden Teil der Gesellschaft als Politiker bekannt. Er war Verkehrsminister, Arbeitsminister, Vizekanzler und Bundesvorsitzender der SPD. Aus den öffentlichen Ämter hat er sich zurückgezogen, übt aber noch viele ehrenamtliche Tätigkeiten aus: Er ist Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) und Beiratsvorsitzender des Berliner Demografie Forums.

Tipps:

Der Grasberger Mittagstisch bietet jeden Dienstag eine kostengünstige Mahlzeit an. Im Mittelpunkt steht nicht das Essen selbst, sondern die Begegnung. Kontakt: E. Meyer 04208/3966 oder gleichstellungsbeauftragte@grasberg.de

Neues Angebot: Frühstück für Senioren in Seehausen – jeden zweiten Donnerstag im Monat im Dorfgemeinschaftshaus Seehausen, Seehauser Str. 21d, von 9.30 – 11.30 Uhr. Kosten: 5 EUR pro Person. Anmeldungen bis zum Montag vor dem jeweiligen Treff bei Marion und Günter Behrens unter der Telefonnummer 04208/ 25 19.

Die Bürgerstiftung Lilienthal baut für Kinder, die aus welchen Gründen auch immer eine Unterstützung benötigen eine Hausaufgabenbetreuung an allen Grundschulen in Lilienthal auf. Bei Interesse setzen Sie sich mit der Bürgerstiftung Lilienthal, Klosterstr. 23, Tel.: 04298/467701 in Verbindung.

Buy local! – Übersicht über heimische Produkte / Direktverkauf in Grasberg und umzustellen

Gerade die kleineren landwirtschaftlichen Betriebe haben Existenznöte durch den Preisdruck der Lebensmittelkonzerne und immer neue Vorschriften. „Wachsen oder Weichen“ heißt das System, welches Großbetriebe und die damit verbundene rationelle Tierproduktion bevorzugt. Durch die Protestaktionen, die dieser Tage überall stattfinden, möchten die Landwirte auf ihre Lage aufmerksam machen. Bauernbashing ist fehl am Platze, nicht an allen Problemen haben die Landwirte allein schuld.

 

Buy local!

Die hiesige, kleinbäuerliche Landwirtschaft zu unterstützen, kann ganz einfach sein: Statt meine täglichen Lebensmittel anonym im Supermarkt zu kaufen, kann ich auch direkt zu einem Landwirt aus der Umgebung gehen. Hier kann ich mit dem Bauern über seine Produkte und die Bedingungen, unter denen sie erzeugt werden, sprechen.

Wenn wir nur im Discounter kaufen und des Gewissens wegen im Winter zu „Bio“-Erdbeeren greifen, ist das meiner Meinung nach zu kurz gedacht. Besser als Bio aus fernen Ländern ist regional allemal! Da entfallen horrende Co2-Werte durch lange Transportwege. Die Erdbeerplantagen haben das Gebiet Almeria / Spanien in ein Plastikmeer verwandelt. Bio und konventionelle Waren werden oft direkt nebeneinander angebaut. Ob da wirklich ein Unterschied gemacht wird? Ich weiß es nicht.

Da kaufe ich lieber Ware von Höfen aus meiner Umgebung und unterstütze mit meiner Kaufentscheidung die einheimischen Landwirte (ja, auch das sind Arbeitsplätze). Regional und saisonal kaufen, dass ist das Geheimnis. Dazu gerne noch „Bio“ on top.

Ich habe mal aufgelistet, welche Direktvermarkter / Erzeuger wir hier in Grasberg und umzu haben:

Grasberg:

  • Eickedorfer Milchzapfstelle, Eickedorfer Str. 26, Eickedorf: Milch, Kartoffeln, Eier, Gemüse, Marmelade, Eis
  • Eickedorfer Hof, Eickedorfer Str. 31, Eickedorf: Demeter Hof mit solidarischer Landwirtschaft https://www.eickedorfer-hof.de/
  • Straßenverkauf Stelljes, Wörpedorfer Str. 1, Wörpedorf: Eier, Kartoffeln, Blumen oder Gemüse der Saison
  • Straßenverkauf an der Huxfelder Straße, Hausnummer 21, 49 und 57, Huxfeld: Eier, Kartoffeln
  • Fleischerei Guido Köster, Huxfelder Str. 11, Huxfeld:, bietet auch Schlachten als Lohnarbeit an, http://www.guido-koester.de/index.html
  • Gemüsehof Struss, Grasdorfer Str. 3, Grasdorf: Der Hofladen hat saisonal von Mai bis Oktober geöffnet! Dienstag & Freitag von 9 Uhr bis 18 Uhr und Samstag von 9 Uhr bis 13 Uhr http://www.gemuesehof-struss.de/
  • Hof Gerken, Seehauser Str. 19, Seehausen: bietet auch geschälte Kartoffeln in größeren Mengen (z. B. für Feierlichkeiten) an https://www.kartoffel-gerken.de/index.htm
  • Honig Heiner Peper, Schmalenbecker Str. 30, Schmalenbeck: Erhältlich z. B. bei Bäckerei Kahrs, Speckmannstr. 12, Grasberg
  • Straßenverkauf Adolphsdorfer Str. 53, Adolphsdorf: Eier von freilaufenden Hühnern aus Hobbyhaltung
  • Böhling, Neu-Rautendorfer Str. 160, Neu-Rautendorfer: Verkauf von Eiern (Boden/Freiland) , Brotaufstriche,Gemüse der Saison oder im Glas, Lammfleisch (auf Vorbestellung), kleine Handarbeiten
  • KEIN Landwirt, aber Produktion vor Ort. Zeisner Ketchup, Wörpedorfer Str. 12, Wörpedorf: Ketchup und Soßen, https://www.zeisner.de/

Lilienthal:

  • Hofladen Meyerdierks, Moorhauser Landstr. 33, Lilienthal: großes Sortiment http://www.meyerdierks-hofladen.de/
  • Kartoffeln Worpsweder Perle Brüning GbR, Moorender Str. 32, Moorende: Direkt ab Hof per Automat, erhältlich auch bei Edeka Worpswede http://www.worpsweder-perle.de/
  • Molkerei Dehlwes, Trupe 17, Lilienthal: verarbeiten Milch von Bauern aus dem Blockland, im Bio Hofladen gibt es das gesamtes Bio-Milchsortiment, Eier und Fleisch von eigenen Tieren. Außerdem ein breites Sortiment an Gemüse, Obst, Brot und Backwaren und vieles mehr von Anbietern aus der Region. https://hofmolkerei-dehlwes.de/ ,
  • De Koffieman, Am Wolfsberg 24, Lilienthal: Kaffeerösterei, achten sehr auf Produktions- und Erntebedingungen, erhältlich z.B. bei Edeka https://de-koffiemann.de/
  • Heidelbeerhof Meierdirks, Oberende 1, Oberende: Himbeeren, Heidelbeeren, ganzjährig auch Eier von Freilandhühnern aus dem Hühnermobil und im Sommer Fruchtaufstriche aus eigenen Früchten, ebenfalls Honig, den die Bienen von örtlichen Imkern (Ully Fischer, Imkerei in der Mühle) bei in den Beerenfeldern gesammelt haben. https://www.bickbeern.de/
  • Hof Lindemann, Marmeladerie, Wührden 1, Wührden: Dort gibt es Eier, Fleisch, Kartoffeln, Milch, Marmelade usw.
  • Hof Blendermann, Am Saatmoor 53, Lilienthal: Eier, Kartoffeln Honig
  • Backstube am Mühlenberg, Worphauser Landstr. 55, Worphausen: diverse Backwaren
  • Imkerei in der Mühle, Ulli Fischer, Worphauser Landstr. 22a, Worphausen, Honig
  • Gemüse Hütte Timm in Frankenburg 72, Frankenburg: Kartoffeln u.a.
  • Utamsi, Worphauser Landstr. 55, Worphausen: Kaffee im Direktverkauf, auch erhältlich z. B. bei Moorrübe Worpswede oder Edeka Grasberg und Worpswede

Tarmstedt:

  • Kruses Milchtankstelle, Hepstedter Str. 11, Tarmstedt: Milch zum Selberzapfen
  • Hofladen Detjen, Kleine Trift 5, Tarmstedt: Eier, Kartoffeln, Marmelade, Schokolade, Mitbringsel
  • Rosenbrocks Hühnermobil, Bauernreihe 3, Tarmstedt: Eier aus Freilandhaltung
  • Fam. Holsten, Hauptstr. 48, Kirchtimke: Verkaufsstand mit Eiern, Kartoffeln und Honig
  • Highlandcattle Westertimke, Dorfstr. 2, Westertimke: Fleisch von Rind und Schwein: https://www.highlandcattle-westertimke.de/
  • Milchkontor, Am Löhberg 2, Wilstedt: Eisdiele, auch Milch, Joghurt und Familienpackungen Eis http://www.milchkontor.de/
  • Jochen Krentzel, Am Fischerhuder Kirchweg, Wilstedt: Gemüseanbau und -handel www.gggemuese.de
  • Freesenhof, Hauptstr. 5, Wilstedt: Rindfleisch, Vorbestellen unter Tel. 0172 / 8356996 oder 0157 / 39018678

Worpswede:

  • Mosterei Fabelsaft, Weyerdeelen 19, Worpswede: Apfel- und andere Säfte, Honig, man kann sein eigenes Obst dort pressen lassen (mind. 20 kg) https://mosterei-fabelsaft.de/
  • Cuxland Pur, Hauptstr. 47, Hemmoor: Bio-Rind- und Schweinefleisch von Höfen aus der Region Cuxhaven, eigene Schlachtung, Donnerstag 10.00 – 16.00 Uhr und Freitag 15.00 – 18.00 Uhr vor der Moorrübe, Worpswede https://www.cuxland-pur.de/
  • Thees Böttjer, Neu-Bergedorfer Damm 16, Worpswede: Eier von freilaufenden Hühnern aus Hobbyhaltung
  • Torben Chrisgau, Hüttenbuscher Str. 3, Hüttenbusch: Kartoffeln ohne Gülle

Fischerhude:

  • Ottersberger Manufakturen, Gärtnerei Parzival-Hof, Quelkhorner Landstr. 2, Quelkhorn: Demeter Obst, Gemüse, Eier, Brot

Borgfeld / Blockland:

  • Eis: Eiscafé Kaemena, Niederblockland 6, Blockland: neben Eis im Sommer kann man das ganze Jahr über am Stall Milch zapfen und regionale Produkte in einem Regiomat kaufen https://www.kaemena-blockland.de/
  • „Borgfelder Milchmanufaktur“ von Fam. Klatte, Borgfelder Landstr. 4, Borgfeld: Milch, selbstgemachte Joghurts, Quark und Käse aus eigener Herstellung; Wurst u.Fleisch von regionalen Tieren, Brot, Brötchen, Suppen, Honig aus Bremen. Hofcafé mit selbstgebackenen Kuchen und Torten! Regiomat zur Selbstbedienung https://www.borgfelder-milchmanufaktur.de/
  • Hof Kaemena, Gustav-Brandes-Weg 19, Oberneuland: Erdbeeren zum Selberpflücken, gepflückte Erdbeeren und Spargel an den Verkaufsständen: Vor der Fleischerei Becker, Oberneulander Heerstraße 39, Oberneuland; Vor der Dampfmühle Behrens, Rockwinkeler Heerstraße 13, Oberneuland; Am Am Lehester Deich / Ecke Marianenhof, Borgfeld; Borgfelder Landstraße 4, Borgfeld https://www.hof-kaemena.de/

Diverse:

Diese Liste mag trotz umfangreicher Recherche nicht vollständig sein. Ergänzungen bitte gerne in die Kommentare.

Mein Kollege Ulf Buschmann hat über Lokaljournalisten und Landwirtschaft geschrieben und treffende Worte gefunden. Sein Text: https://ulf-buschmann.de/2019/12/31/landwirtschaft-ist-im-lokalen-trotz-aller-diskussionen-ein-thema/ Dazu noch seine Reportage über Geflügelhaltung: https://www.kreiszeitung.de/lokales/rotenburg/bothel-ort120353/qualitaet-ihren-preis-13357263.html

Vegan, glutenfrei, Fructose- oder Lactoseintoleranz sind Schlagworte unserer Zeit. Mindestens genauso wichtig sollte es uns aber sein, woher unsere Lebensmittel stammen und unter welchen Bedingungen sie produziert wurden!

Transparenzhinweis / Bloggerkodex: Unbezahlte Werbung, da Auflistung diverser Landwirtschaftlicher Unternehmen oder Vertriebsstellen.

Hinweis auf die Eickedorfer Milchtankstelle Foto: Christiane Seeger

Tannenbaumabfuhr in Grasberg

Traditionell bleibt in den meisten Haushalten der Weihnachtsbaum bis zum 6. Januar (Heilige Drei Könige) stehen. Doch nach dieser Zeit rieseln die Nadeln, die Batterien der Beleuchtung mussten schon zwei- bis dreimal erneuert werden und die Geschenke haben ihren Platz in den Kinderzimmern oder beim Umtausch gefunden.

Nur wenige Weihnachtsenthusiasten lassen den Baum bis Maria Lichtmess (2. Februar) stehen. An diesem Datum endet die kirchliche Weihnachtszeit.

Bei der Werbung eines schwedischen Möbelhauses fliegen die Tannenbäume aus dem Fenster und in Ganderkesee wird ein Tannenbaumweitwurf veranstaltet. Soweit muss man nicht unbedingt gehen.

In Grasberg findet die kostenlose Abfuhr der Tannenbäume in allen Ortsteilen am 16. Januar 2020 statt.

Der individuelle Abfuhrplan der ASO lässt sich hier abrufen: https://www.aso-ohz.de/leistungen/sonstiges-service-/abfallplan/

Foto: Marcus Schmidt

Fotoreportage – Auto in der Wörpe gelandet

Gerade noch habe ich dort am Ufer den Müll weggeräumt… Nun ist ein ganzes Auto in der Wörpe gelandet!

Die Feuerwehr baut eine Ölsperre auf, um die Wörpe vor evtl. auslaufendem Öl und Kraftstoff zu schützen.

Ganz unspektakulär kommt ein Abschleppwagen zum Einsatz. Das Stahlseil wird am Auto befestigt und per Fernbedienung ganz langsam aus dem Wasser gezogen.

Einsatz beendet.

Einige tiefe Spuren in der Böschung sind das einzige Überbleibsel.

Mehr über die Hintergründe in der Wümme Zeitung.

Alle Fotos: [c] Christiane Seeger

Ein Weihnachtsspaziergang der anderen Art – Christmas Plogging an der Wörpe

Warum läuft jemand mit Gummihandschuhen und Mülltüte am zweiten Weihnachtsfeiertag durch die Gegend? Das möchte ich gerne beantworten:

Die Wortschöpfung Plogging bedeutet Müll beim Joggen einzusammeln. Bewegung an der frischen Luft in Verbindung mit einem Beitrag zum Umweltschutz. Ich habe davon schon bei anderen Bloggern gelesen und wollte das gerne ausprobieren. Also Gummihandschuhe an, Müllsack geschnappt und auf zum Weihnachtsspaziergang an die Wörpe.

Am Start im Bereich der Brücke Speckmannstraße lag sehr viel Müll herum, besonders Zigarettenkippen. Das Ufer ist steiler, als es auf den ersten Blick aussieht. Also aufpassen, dass man nicht ins Wasser rutscht!

Dann weiter in den Wörpepark. Ich mag dieses Wäldchen sehr gerne, ob zum joggen oder einfach nur um spazieren zu gehen und ein wenig auf einer der Bänke zu sitzen. Warum die direkt daneben angebrachten Mülleimer nicht von allen genutzt werden, ist mir ein Rätsel. Am Ufer habe ich eine große Styroporkiste gefunden, ob solche auch vom örtlichen Pizzaservice genutzt werden, weiß ich allerdings nicht.

Gartenabfälle im Wald entsorgt

Am Ende des Parks, am Wendeplatz der Karl-Lilienthal-Straße, waren im Gebüsch zwei wilde Komposthaufen zu sehen. Diese Gartenabfälle verrotten zwar nach einiger Zeit, gehören trotzdem aber nicht einfach in die Landschaft gekippt! Es handelt sich nicht um die gleiche Flora, die in den hiesigen Wäldern vertreten ist. Fremde Pflanzenarten werden ausgebracht und verdrängen die Waldpflanzen. Für die Tierwelt sind die Pflanzen oft ebenfalls nicht als Nahrungsquelle geeignet. Durch den Kompost wird der Nährstoffhaushalt des Waldbodens verändert, was wiederum den dort ursprünglich wachsenden Pflanzen nicht gut tut. Jeder, der einen eigenen Garten hat, sollte dort doch genügend Platz für einen Komposthaufen haben! Wer nicht kompostieren möchte, kann sich eine Biotonne bestellen. Warum jemand Gartenabfälle in die Natur kippt, wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben. Als ich davon ein Foto machen wollte, fand ich auch noch einen versteckten Plastikmüllsack.

Foto: Müllsack und Gartenabfälle

Die Ausbeute nach ca. einer Stunde sammeln: drei Säcke voller Müll, drei (!) leere Schnapsflaschen, zwei Bierflaschen und eine Styroporkiste. Gegenzurechnen sind 0,08 EUR Flaschenpfand.

Fazit: Für jeden einzelnen ist das nur ein kleiner Teil zum Umweltschutz. Nicht auszudenken wäre, was passiert, wenn ALLE mitmachen. Mein Tipp: einfach mal ausprobieren.

Kleines Update: Die TSG Wörpedorf Grasberg Eickedorf veranstaltet einen „Grasberg räumt auf“- Aktionstag am 28.03.2020, Start um 10 Uhr am Rathaus