Neue Regelungen für Veranstaltungen in Niedersachsen

Ab Montag tritt die vierte Stufe der Corona-Lockerungen in Kraft. Kulturelle Veranstaltungen wie z.B. Aufführungen der darstellenden Künste, Musik oder Literatur können wieder stattfinden, allerdings nur unter freiem Himmel und mit weiteren Auflagen: Die Besucher müssen 1,5 m Abstand voneinander halten und dürfen nur sitzend an der Veranstaltung teilnehmen. Die Kontaktdaten werden erhoben und drei Wochen aufbewahrt, um mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können. Die Veranstalter müssen einen geregelten Zutritt und Hygienemaßnahmen gewährleisten.

„Spezialmärkte“ bei denen Eintritt gezahlt wird, sind unter freiem Himmel erlaubt. Hierunter können z.B. Flohmärkte fallen. Die Abstandsregelung ist einzuhalten, Veranstalter müssen sich um einen geregelten Einlass, die Vermeidung von Warteschlangen und Hygienemaßnahmen kümmern.

Durch diese Lockerungen wird das kulturelle Leben sicherlich wieder belebt. Mein Veranstaltungskalender lag in den letzten Wochen brach. Einige wenige Veranstaltungen wie Gottesdienste und Blutspenden sind momentan darin aufgeführt. Ich hoffe, dass in der nächsten Zeit einiges hinzukommt. Hinweise für Veranstaltungen gerne an: radheldin@web.de .

Auch für unseren Findorffhof in Grasberg könnte das eine Chance sein. Das weitläufige Gelände bietet sich für Theaterdarbietungen oder Konzerte unter freiem Himmel ganz wunderbar an. Trauungen dürfen bereits jetzt wieder in dem historischen Ambiente stattfinden.

Aktuell im Veranstaltungskalender

Kein Konzert unter freiem Himmel, sondern im virtuellen Raum bietet die Gruppe „Afterburner“. Sie rocken in der Stadthalle Osterholz und streamen das Konzert live auf YouTube. Am 6. Juni, 20.00 Uhr.

Ein virtueller Lauf soll den OHZ Sommernachtslauf ersetzen. Wer teilnehmen möchte, läuft in der Zeit vom 15. Juni 10.00 Uhr bis 21. Juni 14.00 Uhr mindestens fünf Kilometer und sendet anschließend ein Bild per Instagram, Facebook oder Mail. Je nach Anzahl der Bilder bekommt das SOS Kinderdorf Worpswede eine Spende.

Die Kirchen sind seit einiger Zeit wieder geöffnet. Wie sich der Besuch eines Gottesdienstes unter Corona-Auflagen gestaltet, habe ich hier für die Wümme-Zeitung aufgeschrieben.

Am 24. Juni wird im Schützenhaus Adolphsdorf um eine Blutspende gebeten. Ob es den weltbesten Butterkuchen dieses Mal zum Mitnehmen gibt, ist nicht bekannt.

Bars und Kneipen dürfen wieder öffnen, es gelten die gleichen Auflagen wie in der Gastronomie. Clubs, Discos und Shisha-Bars bleiben weiterhin geschlossen. Kinos, Theater und Opernhäuser ebenfalls.

Symbolbild – bemalter Stein in der Grasberger Steinschlange

Am Weltfahrradtag mit dem Rad zur Arbeit

Je nach Entfernung pendeln viele Menschen mit dem Rad zur Arbeit, Schule oder Uni. Auf dem Land sind die Entfernungen oft etwas größer. Aber bei schönem Wetter kann man durchaus mal das Praktische mit dem Sportlichen verbinden.

Von Grasberg-Mitte bis Bremen-Mitte sind es knapp 20 Kilometer. Nicht durchgehend asphaltiert, aber dafür mit weitem Blick in die Landschaft führt der Wiesendamm in Richtung Lilienthal. Einmal die Heidberger Straße überqueren und dann geht es an der Wörpe entlang. Kurz vor „Asia Modern“ ist ein kleiner Schlenker über die Brücke nötig. Nun liegt die Wörpe links vom Weg. In Höhe Mühlendeich wird auf den Jan-Reiners-Weg gewechselt. Diesem wird durch ganz Lilienthal und weiter in Borgfeld gefolgt. Traumhaft ist die Fahrt durch die Wümmewiesen! In diesem Landschaftsschutzgebiet sind z.B. Schwäne oder Reiher zu sehen. Andere Vögel kann man nur hören und überlegen, wer diese Geräusche macht.

Der Autobahnzubringer Horn-Lehe lässt sich dank Signalampel gut überqueren. Spätestens ab hier sind viele Radfahrer*innen unterwegs. Nun ein wenig in die Pedale legen, um über die Autobahnbrücke zu kommen. Der Blick von oben auf das Horner Bad zeigt leider gerade eine riesige Baustelle. Dahinter geht der Jan-Reiners-Weg in den Helmer über. Am Ende rechts abbiegen auf die Straße Am Herzogenkamp. Die Achterstraße in Höhe Millstädter Straße nach links überqueren. Jetzt geht es parallel zur Straßenbahnlinie Sechs weiter. Und immer geradeaus die H.-H.-Meier-Allee (mit seitlichem Radstreifen) und die Wachmannstraße (Fahrradstraße) entlang. Am Stern hat der Ringverkehr grundsätzlich Vorfahrt vor dem ein- und ausfahrenden Verkehr. Das betrifft sowohl Kraftfahrzeuge als auch Radfahrer. Da sich nicht alle Autofahrer daran halten, sollte man auch als Radler aufpassen. Das Fahrrad hat leider keine Knautschzone! Die Parkallee ist wieder eine Fahrradstraße. Dann geht es durch den Friedenstunnel, der Rembertistraße folgend bis in die Wallanlagen. Nun noch durch die Bischofsnadel (Achtung, absteigen!) und schon liegt der Marktplatz vor einem.

Der Jan-Reiners-Weg ist die Hauptverbindungsstrecke für alle, die mit dem Rad nach Bremen fahren. Ab Borgfeld sind deutlich mehr Radler unterwegs. Der innerstädtische Verkehr ist für Gelegenheitsfahrer erst einmal ungewohnt. Das sollte aber kein Hinderungsgrund sein. Wichtig ist es, genügend Zeit einzuplanen, um nicht hetzen zu müssen. Mit dem Rad dauert es vielleicht etwas länger, dafür hat man die Sporteinheit gleich mit erledigt. Den Feierabend kann man dann auf der Couch oder der Terrasse genießen.

#MdRzA (Mit dem Rad zur Arbeit) ist eine Mitmachaktion von AOK und ADFC. Während des Aktionszeitraumes gilt es, an mindestens 20 Tagen mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Die Strecken kann man online dokumentieren und etwas gewinnen. Man kann aber auch ohne eine Teilnahme an dieser Aktion mit dem Rad zur Arbeit fahren.

Auf der Arbeit…

Normalerweise pendle ich mit der Linie Vier nach Bremen. Wegen Corona mag ich das im Moment gerade nicht so gern. Mit dem Auto zu fahren mindert zwar die Infektionsgefahr, verursacht dafür aber anderen Stress.

Die dritte Stufe der Corona-Lockerungen tritt in Kraft

Trotz der Lockerungen weist unser Landrat Bernd Lütjen auf die wachsende Anzahl der Infektionen hin und fordert alle Personen auf, weiterhin ihre Kontakte auf das Notwendigste zu beschränken und Abstand zu halten.

Senioren- und Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser

Bewohnerinnen und Bewohner in Heimen für ältere und pflegebedürftige Menschen sowie für Menschen mit Behinderungen und Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern haben jetzt das Recht von jeweils einer Person besucht zu werden. Dabei muss das Hygienekonzept der jeweiligen Einrichtung beachtet werden. Kontaktdaten werden erhoben und drei Wochen lang aufbewahrt. (Die Änderung ist am 20. Mai in Kraft getreten.)

Sporthallen und Fitnessstudios

Ab dem 25. Mai dürfen Sporthallen und Fitnessstudios unter Auflagen öffnen: Der Sport muss kontaktos zwischen den beteiligten Personen ausgeführt werden. Abstand von mind. 2 m ist einzuhaltne. Sportgeräte müssen desinfiziert werden. Umkleiden, Wasch- und Duschräume bleiben geschlossen. Warteschlagen sind zu vermeiden. Zuschauer*innen bleiben ausgeschlossen.

Tattoo-Studios

Seit dem 15. Mai dürfen Tattoo-Studios wieder öffnen. Nach einer Gerichtsentscheidung werden Tattoo-Studios anderen körpernahen Dienstleistungen wie Kosmetikstudios gleichgesetzt. Es gelten die gleichen Hygieneregeln: Die Dienstleister*innen müssen einen Mundschutz tragen und nach jedem Kunden die Hände desinfizieren. Ein Abstand von 1,5 m muss gewährleistet sein. Die Kontaktdaten der Kund*innen müssen erfasst und drei Wochen lang aufbewahrt werden.

Aktuell vor Ort

Ein Fall in einer Alten- und Pflegeeinrichtung in der Gemeinde Worpswede ist bestätigt worden. Da der Wohnsitz der betreffenden Person außerhalb des Landkreises gemeldet ist, fließt der Fall nicht in die Statistik des Landkreises ein. Alle Bewohner*innen und das Personal sind getestet worden, die Ergebnisse stehen noch aus.

Landkreis Osterholz gesamt: 102 nachweisliche Infektionen (davon 19 akut erkrankt, 1 Person wird in einem Bremer Krankenhaus behandelt); Grasberg: 6 (akut 1), Lilienthal: 13 (akut 2), Worpswede 7 (akut 1). Stand 20.05.2020

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Maskensortiment

Quellen: Niedersächsische Verordnung , Landkreis Osterholz , Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport , Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Findorffhof – Begegnungsstätte statt Museum

Heimatverein – das klingt zunächst nach einer Sache für ältere Menschen. Aber Dinge von früher für die kommende Generation zu erhalten, ist ganz aktuell. Also auch etwas für jüngere und mittelalte Menschen.

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Das Haupthaus der Anlage „Findorffhof“

Den Findorffhof kennen viele zumindest dem Namen nach. Er liegt mitten im Ort Grasberg. „Am Findorffhof“ heißt sogar die Straße, die von der Hofanlage durch das neue Baugebiet bis hin zur Eickedorfer Straße führt. Zu der Anlage gehören neben dem Bauernhaus, ein Backhaus, eine Scheune, eine Wagenremise, ein Spritzenhaus und ein Schiffschauer. Alle Gebäude wurden in Fachwerkbauweise von 1976 bis 1985 mit einer großen Eigenleistung durch den Findorff-Heimatverein errichtet. Viele der beim Bau verwendeten Materialien stammen aus alten Gebäuden der Umgebung. Auch eine kleine Streuobstwiese gehört zu dem Areal.

Im Sommer 1994 kam es zu einer Brandstiftung. Dank zahlreicher Spenden konnte das Haus schnell wiederaufgebaut werden. Zahlreiche Gegenstände geben einen Einblick in das Leben von früher.

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Blick in die „gute“ Stube

Räumlichkeiten auch für private Feiern

Die Eigentümerin der Hofanlage ist die Gemeinde Grasberg. Der Heimatverein übernimmt die Bewirtschaftung und Pflege der Anlage. Der frühere Vorstand um Hilde Bibelhausen hat eine Reihe erfolgreicher Veranstaltungen etabliert: Kaffeenachmittage, Plattdeutsches Theater, Matjes-Essen, Konzerte der Harmonika-Freunde etc. Die Räumlichkeiten werden gerne für standesamtliche Trauungen genutzt oder für private Feiern. Das Interesse daran ist bei der Gemeinde anzumelden, dort gibt es auch ein entsprechendes Formular dafür. Die Nutzung ist in erster Linie für Mitglieder gedacht, es ist aber nicht zwingend vorgeschrieben. Die Einnahmen aus Vermietung gehen an die Gemeinde. Spenden zu Gunsten des Heimatvereins sind natürlich erwünscht. Hinsichtlich des Caterings wird darum gebeten, möglichst bei Gewerbetreibenden vor Ort zu bestellen.

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Küche anno dazumal

Neue Veranstaltungen geplant

Der neue Vorstand des Heimatvereins wird die bewährten Veranstaltungen beibehalten. Dazu kommen neue Programmpunkte, um auch ein jüngeres Publikum einzubeziehen. Als Beispiel nennt der Vorsitzende, Gunnar Meierdierks, das Aufstellen eines Maibaums. Dazu gehört natürlich auch ein zünftiger Frühschoppen. Auch neue Konzerte sind geplant, eine Countrysängerin wird im Frühjahr 2021 auftreten. Im Sommer steht ein Grillabend auf dem Plan. Alle kleinen Leckermäulchen können sich auf eine Weihnachtsbäckerei freuen. Die Bürgermeisterin Marion Schorfmann leitet die Arbeitsgruppe „Jung + Alt“ und möchte die Menschen vernetzen.

Teamwork mit Arbeitsgruppen

Mit den Arbeitsgruppen teilen sich die Vorstandsmitglieder die Arbeiten auf. Der Ansprechpartner für Veranstaltungen ist der Vorsitzende, Gunnar Meierdierks. Harald Schnakenberg leitet die Arbeitsgruppe „Haus + Hof“. Für die Ausstellungsstücke ist Günther Behrens zuständig. Die gezeigten Gegenstände wurden reduziert und neu geordnet. Der Rest wird vorerst in ein Außenlager eingelagert. Um geschichtliche Filme und Bilder präsentieren zu können, ist die Anschaffung eines großen Bildschirms geplant. Für die Arbeitsgruppe Internet ist Axel Engelmann verantwortlich, mittlerweile gibt es auch eine Facebook-Seite.

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Ausstellungsstücke aus der bäuerlichen Landwirtschaft

Umbaumaßnahmen

Der Haupteingang wird behindertengerecht umgebaut. Zur Zeit werden beim Nebeneingang Aluschienen angelegt. Aber auch beeinträchtigte Gäste sollen den Haupteingang nutzen können. Die Schwelle der Haustür wird künftig herausnehmbar sein. Dafür wird die Pflasterung leicht angehoben und die Tür selbst verlängert. Der optische Eindruck bleibt gleich. Die „Groote Dör“ wird bislang im Winter provisorisch mit einer Plane abgedichtet. Auch dafür wird eine Lösung gesucht. Für Auswärtige ist der Findorffhof nicht einfach zu finden, eine Verbesserung der Beschilderung wird durch das Verkehrsamt geprüft.

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Diese Türschwelle wird behindertengerecht umgestaltet.

Günstige Mitgliedschaft

Der Heimatverein hat momentan ca. 350 Mitglieder mit recht hohem Durchschnittsalter. Ehrenamtliche Helfer werden immer gern gesehen. Eine Mitgliedschaft kann sich eigentlich jede/r Einwohner*in Grasbergs leisten: der Beitrag liegt bei 10,- EUR jährlich (Partner oder Jugendliche 5,- EUR). Hier geht es zum Aufnahmeantrag. Die Mitglieder vom Heimatverein sehen ihren Findorffhof mehr als Begegnungsstätte, denn als Museum. Momentan sind auch hier alle Veranstaltungen abgesagt. Normalerweise findet einmal monatlich ein Kaffeenachmittag statt, bei dem die Ausstellung besichtigt werden kann. Größere Gruppen können einen Termin beim Heimatverein vereinbaren.

Viele Neu-Grasberger kennen den Findorffhof vielleicht gar nicht. Er ist ein lohnendes Ziel für einen kleinen Spaziergang oder Radtour. Die Anlage hat Sitzbänke und Tische, man kann dort ruhig eine Pause machen. Der Findorffhof ist ein Schmuckstück in unserer Gemeinde und sollte viel häufiger genutzt werden.

Corona-Verordnung – neue Regeln in Niedersachsen

Ab dem 6. Mai tritt die erste von fünf Stufen zur Lockerung der bestehenden Corona-Maßnahmen in Kraft. Die zweite Stufe ist für den 11. Mai geplant, allerdings sind dieser und weitere Punkte des Stufenplans abhängig vom weiteren Infektionsgeschehen. Nur wenn sich alle Bürgerinnen und Bürger verantwortungsvoll verhalten, können diese Schritte langsam ausgeweitet werden!

Tierparks, Museen und Gedenkstätten öffenen wieder

Besuche in diesen Einrichtungen sowie in weitläufigen Anlagen im Freien sind zulässig, der Mindestabstand ist weiterhin einzuhalten. Die Betreiber müssen geeignete Maßnahmen zur Steuerung des Zutritts und Vermeidung von Warteschlangen treffen. Ebenfalls müssen Sie auf das Einhalten des Abstandsgebots achten.

Gottesdienste und religiöse Zusammenkünfte

Hier ist ebenfalls das Einhalten der Mindestabstände zu beachten. Die Nutzung von Gegenständen durch mehrere Personen, insbesondere die Nutzung von Gesangbüchern, Weihwasserbecken, Sammelkörben und Messkelchen, ist untersagt.

Sportanlagen

Öffentliche und private Sportanlagen im Freien dürfen zur Ausübung von kontaktlosen Sportarten genutzt werden. Der Mindestabstand ist einzuhalten. Die Nutzung von Umkleideräumen und Duschen bleibt weiterhin nicht erlaubt.

Spielplätze

Auf öffentlichen Spielplätzen im Freien darf wieder gespielt werden, die Nutzung ist Kindern unter 12 Jahren, die von einem Erwachsenen beaufsichtigt werden, erlaubt. Auch hier gilt der Mindestabstand, die erwachsenen Begleitpersonen sollten, soweit möglich, darauf achten.

Zweitwohnungen und Campingplätze

Das Verbot zu kurzfristigen Aufenthalten in Zweitwohnungen wurde gestrichen. Ganzjährig oder saisonweise gemietete Parzellen auf Campingplätzen können wieder genutzt werden, die Campingplätze selbst bleiben weiterhin geschlossen.

Veranstaltungen

Veranstaltungen sind weiterhin verboten, unabhängig von der Teilnehmerzahl. Die meisten der Schützen- und Erntefeste in unserer Region sind bereits abgesagt worden, z. B. die Schützenfeste in Adolphsdorf, Huxfeld, Lilienthal, Worpswede. Ebenso das Grasberger Sommerblütenfest und die Dorfparade. Unser Landrat, Bernd Lütjen sagt: „Weiterhin gilt aber: Die Regelung heißt nicht, dass nach dem 31. August 2020 alle Veranstaltungen wieder wie gewohnt stattfinden können. Wir werden hierfür die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens abwarten müssen, bevor es verlässliche Aussagen dazu geben kann.“

Kinderbetreuung

Eine private Betreuung von maximal fünf Kindern, z. B. in der Nachbarschaft wird ermöglicht. Eigene betreute Kinder sind auf die Höchstzahl anzurechnen. Weiterhin wird von Kindergärten und Schulen eine Notbetreuung angeboten. Über den jeweiligen Start von Präsenzunterricht werden die Schüler und Eltern von den Schulen direkt unterrichtet.

Aktuelle Fallzahlen

Im Landkreis OHZ liegen 83 bestätigte Fälle vor, davon sind 74 Personen bereits genesen. Aufteilung nach Kommunen: Grasberg: 4, Lilienthal 11, Worpswede 6.

 

Mitteilung des Landkreises Osterholz / Originaltext der Niedersächsischen Verordnung

 

Maler

Auch mit Mundschutz: Der Maler am Rastplatz zwischen Grasberg und Lilienthal, eine Plastik von Ingeborg Ahner-Siese (Foto: Christiane Seeger)

Bücherei, Kleider- und Möbelbörse öffnen wieder

Ab Montag, den 27. April öffnet die Gemeindebücherei Grasberg wieder. Neuer Lesestoff kann zu den üblichen Öffnungszeiten ausgeliehen werden: Montags 10.00 – 12.00 Uhr + 15.00 – 18.00 Uhr, Mittwochs 15.00 – 18.00 Uhr, Donnerstags 10.00 – 12.00 Uhr + 17.00 – 19.00 Uhr.

Auch bei der Kleiderbörse hat die coronabedingte Pause ein Ende: Geöffnet ist am Mittwoch, den 29. April von 9.00 – 12.00 Uhr + 15.00 – 17.00 Uhr. Es wird um die Einhaltung der üblichen Hygieneregeln gebeten: 1,5 m Abstand, Mundschutz, es dürfen sich maximal vier Kund*innen gleichzeitig in den Räumen aufhalten. Die Aufenthaltsdauer wird auf 20 Minuten begrenzt, damit die Warteschlangen nicht allzu lang werden.

Ebenfalls wieder geöffnet hat die Möbelbörse, Mittwochs von 10.00 – 12.00 Uhr. Auch hier gilt die Mundschutzpflicht. Desinfektionsmittel wird bereitgestellt und sollte auch genutzt werden.

Für alle rund um die Uhr zugänglich ist die Steinschlange in der Findorffstraße / Ecke Schulstraße. Die Grundschullehrerin Kristina Klüver hatte diese nette Idee. Man kann einen oder mehrere Steine bemalen und an das Ende der Schlange legen. Eine schöne Beschäftigung für große und kleinere Kinder. Die Facebook-Gruppe „LiliStones / WorpSteens / GrasSteens“ weist darauf hin, dass aus Umwelt- und Tierschutzgründen die Steine nicht beklebt, aber dafür mit Klarlack versiegelt werden sollten.

Nachweislich am Corona-Virus Infizierte im Landkreis Osterholz: 80 Personen, davon 4 in Grasberg, 6 in Worpswede und 10 in Lilienthal (Stand 27.04.2020).

Der „Grasberg.Blog“ hat auch einen Platz in der Steinschlange bekommen.
Foto: Christiane Seeger

Masken – sold out

Jetzt ist sie da, die Maskenpflicht: In Niedersachsen gilt die Verordnung ab Montag, den 27. April 2020 beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr sowie Menschen mit Erkrankungen, die das Tragen einer Maske nicht erlaubten. Auch Bremen will nachziehen und am Freitag die Maskenpflicht offiziell beschließen.

Also muss sich nun jede/r eine Schutzmaske / Mundschutz besorgen. Am besten sogar mehrere, denn die wiederverwendbaren Masken aus Stoff müssen nach jeder Benutzung gewaschen werden. Wohl dem, der eine Nähmaschine und etwas Talent zum Handarbeiten hat! Schnittmuster und Anleitungen zum „do it yourself“ gibt es im Netz zuhauf. Auch begabte Menschen im Bekanntenkreis dürften sich vor Anfragen kaum retten.

Klar ist, dass medizinische Schutzmasken dem ärztlichen Personal, Pflegekräften etc. vorbehalten sein müssen. Für den Alltagsgebrauch sind Stoffmasken ausreichend geeignet. Buffs (enge Schlauchschals) gehen übrigens auch.

Hier werden Masken verkauft:

Bea & Mai, Maike Thoden, Birkenstr. 25, Grasberg – gefältelte Stoffmasken, verschiedene Größen 5,- EUR

Zwergenland, Hauptstr. 34, Wilstedt – verschiedene Modelle, Kinder- und Erwachsenengröße, unterschiedliche Preise

Hanschen Tank-Treff, Huxfelder Str. 1, Grasberg – Huxfeld – Stoffmaske, gefältelt mit Gummi, 5,- EUR 

Im Eingangsbereich von Hol ab, Findorff. 5, Worpswede – Stoffmaske, 6,- EUR 

Komplizenkontor, Zum Eichenkuller 6a, Tarmstedt, Kontakt über Facebook

Grasberger Schulshop, Am Langenmoor 5, Grasberg – Wiederverwendbare Masken (nach Benutzung im Backofen desinfizieren ), 10 Stk. für 19,95 EUR

Christus Centrum Oasis, Goebelstr. 55, Lilienthal, – Stoffmasken gegen Spende

Nies Puck Kinder Second Hand, Falkenberger Landstr. 31, Lilienthal

Spielwaren Haar, Hauptstr. 92, Lilienthal – Kindergröße 6,95 EUR, Erwachsenengröße 7.95 EUR

Mobile Point, Falkenberger Landstr. 89, Lilienthal – FFP1-Maske 1,49 EUR/Stk.

Exclusiv Mobil, Hauptstr. 42, Lilienthal – FFP1-Maske 2,95 EUR/Stk., selbstgenähte Masken 6,- EUR zu Gunsten der Freilichtbühne Lilienthal

M. Manke Berufsbekleidung, Trupermoorer Landstr. 7, Lilienthal

Design op de Deel – Silvia Janßen-Lissek , Lange Str. 17, Vorwerk

Findorff-Apotheke, Speckmannstr. 17, Grasberg – Einwegmasken 2,- EUR/Stk., FFP2-Maske 13,- EUR/Stk.

Da eine starke Nachfrage herrscht, sind die Alltagsmasken schnell ausverkauft. Aber es werden laufend neue produziert und nachgeliefert. 

Wer keine mehr abbekommen hat, kann sich mit dieser Anleitung behelfen: 

Was Sie dafür brauchen:

  • Küchenrolle
  • Einweg-Taschentuch
  • Gummibänder
  • Locher
  • breites Klebeband
  • Draht

Und so geht es:

  • Waschen Sie sich zunächst die Hände
  • Legen Sie zwei Blätter Küchenrolle übereinander
  • Platzieren Sie darauf das Papiertaschentuch
  • Schneiden Sie den Stapel in der Mitte durch – jede Hälfte wird eine Maske
  • Kleben Sie einen Streifen Klebeband über die Kanten, um die Seitenränder zu stabilisieren
  • Lochen Sie beide Seiten am verstärkten Klebebandrand
  • Nun ziehen Sie je ein Gummiband durch die vier Löcher und befestigen es
  • Um die Maske ihrer Nase anpassen zu können, befestigen Sie noch ein Stück Draht mit einem weiteren Klebestreifen am oberen Ende der Maske.

Hier entlang zur bebilderten Anleitung.

Kaum sind sie da, sind sie schon weg! Nach Toilettenpapier werden Masken jetzt stark nachgefragt. Foto: Christiane Seeger.

Transparenzhinweis / Bloggerkodex: Unbezahlte Werbung, da Auflistung diverser Vertriebsstellen.

Corona-Infos für Grasberg

Ab Dienstag, den 21. April öffnen die Postfilialen in Grasberg und Lilienthal wieder zu den gewohnten Zeiten: Mo. – Fr. 8.30 – 13.00 Uhr sowie 14.30 – 18.00 Uhr, Sa. 8.30 – 12.30 Uhr (Grasberg), bzw. bis 13.00 Uhr (Worpswede).

Kleine Geschäfte (bis 800 m2) dürfen unter Hygieneauflagen (Abstand halten, begrenzte Personenanzahl im Laden etc.) ab Montag, den 20. April wieder öffnen. Es wird dringend empfohlen, beim Einkaufen und im ÖPNV einen Mundschutz zu tragen. Durch das Kaufen beim lokalen Handel kann man diesen in dieser schwierigen Zeit unterstützen. #BuyLocal

Keine Schützenfeste! Die Schützenvereine Adolphsdorf, Heidberg-Falkenberg, Huxfeld, Hüttenbusch, Worphausen, Worpswede und Borgfeld haben bereits ihre Schützenfeste abgesagt. Auch die Dorfparade muss leider ausfallen.

Die Tafel in Lilienthal öffnet wieder ab dem 28. April um 12.00 Uhr.

Das Kundenzentrum der Wümme-Zeitung öffnet wieder ab 4. Mai von 9.30 – 17.00 Uhr.

Bestätigte Coronafälle in Landkreis Osterholz-Scharmbeck: 74, davon 4 Fälle in Grasberg, 5 Fälle in Worpswede und 9 Fälle in Lilienthal. (Stand 20.04.2020)

Eine neue Art von Müll: Mundschutzmasken und Einweghandschuhe werden nach Gebrauch auf die Erde geworfen. Foto: Christiane Seeger

Der Grasberger Dörfergarten

Spazierengehen ist momentan ein beliebter Zeitvertreib. Auch in Grasberg gibt es Ecken, die man nicht unbedingt kennt. Eine davon ist der Dörfergarten hinter dem Rathaus. Der Dörfergarten entstand im Jahr 2007 bei der 72-Stunden-Aktion der niedersächsischen Landjugend.

72-Stunden-Aktion

Diese Aktion findet landesweit alle 4 Jahre statt. Die angemeldeten Landjugendgruppen erhalten individuelle gemeinnützige Aufgaben, die ihrem Dorf und der Dorfgemeinschaft zugute kommen. Diese Aufgaben werden erst beim Aktionsstart bekanntgegeben. Die niedersächsische Landjugend will mit der Aktion die gesellschaftliche Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement aufzeigen.

Die Aufgabe für die Grasberger Landjugend lautete damals: einen Platz der Dörfer im Garten hinter dem Rathaus zu gestalten. Jedes der einzelnen Dörfer sollte angemessen vertreten sein. Zunächst wurde in verkleinertem Maßstab der Umriss der Gemeinde Grasberg in die Rasenfläche eingelassen. Anschließend wurde der zementierte Umriss mit Schotter aufgefüllt und dient als Rundweg. In der Mitte der Fläche ist ein buntes Mosaik des Ortswappens zu sehen. Die einzelnen Ortsteile sind durch aufklappbare Holztafeln präsentiert, auf der Vorderseite prangt das jeweilige Dorfwappen.

Infotafel 72-Stunden-Aktion
dito, aufgeklappt

Grasberger Ortsteile

Adolphsdorf, Otterstein, Seehausen, Wörpedorf, Eickedorf, Grasdorf, Dannenberg / Meinershausen / Weinkaufsmoor, Rautendorf, Grasberg, Huxfeld-Mittelsmoor, Schmalenbeck, Wilstedter Moor und Tüschendorf sind die Ortsteile, die auf den 13 Infotafeln vorgestellt werden. Die Tafeln stehen an dem gezackten Weg, dem Umriss der Gemeinde Grasberg. Laut der Website der Gemeinde werden sie über Winter abgebaut und eingelagert. Leider ist der Zustand nicht mehr schön, hier wäre dringend etwas Restaurierung notwendig.

Desweiteren gibt es im Dörfergarten zwei Sitzgelegenheiten und eine Infotafel, in welcher die Entstehung erklärt wird.

Blick in den Dörfergarten

Sandsteinbrunnen

Ebenfalls im Rathausgarten ist ein historischer Sandsteinbrunnen zu sehen. Man glaubt es kaum, aber es ist schon der zweite. Der erste Brunnen aus dem Nachlass von Irmgard Beringhoff wurde 2007 von der gleichnamigen Stiftung den Bürgern der Gemeinde Grasberg geschenkt. Das 1,8 Tonnen schwere Exemplar wurde im Oktober 2013 gestohlen, ohne das jemand etwas davon mitbekommen hat! Der Brunnen muss mit einem Kran in einem Stück abtransportiert worden sein. Spuren gab es keine und der Verbleib konnte nicht aufgeklärt werden. Die Kirchengemeinde Grasberg hat 2014 einen Brunnen aus ihrem Besitz als Ersatz gespendet. Sicherheitshalber wurde der neue Brunnen in ein Mörtelbett eingelassen.

Vom ersten Brunnen geblieben ist diese Tafel.
Der neue Brunnen, gestiftet von der Kirchengemeinde.

Aktueller Stand der Corona-Infektionen: Landkreis OHZ 73 Personen, davon 4 aus Grasberg, 9 aus Lilienthal und 4 aus Worpswede (Stand 15.04.2020)

Mosaik mit dem Wappen von Grasberg.