Der Selbsttest – Blutspenden unter Coronabedingungen

Welche Auswirkungen hat Corona auf unsere alltäglichen Handlungen? Was früher ganz normal war, führt jetzt manchmal zu Bedenken. Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie bin ich zum Blutspenden gegangen.

Ich bin eher vorsichtig veranlagt und vermeide es mich mit vielen Menschen in geschlossenen Räumen aufzuhalten. Blutspenderin bin ich schon seit vielen Jahren. In den Sommermonaten spenden weniger Menschen, aber Blutpräparate werden in gleichbleibender Menge benötigt. Daher entscheide ich mich hinzugehen, auch wenn ich mich etwas unsicher fühle. Im Selbsttest möchte ich sehen, was sich unter Coronabedingungen geändert hat und wie es mir dabei geht.

Was ist anders?

Auf dem Vorplatz des Rathauses ist eine Warteschlange. Die Wartenden halten großzügig Abstand und tragen schon draußen einen Mund-Nasen-Schutz. Ich reihe mich ein. Bei uns allen wird die Körpertemperatur überprüft, bevor wir ins Rathaus hinein dürfen. Der Mitarbeiter verwendet dafür ein Thermometer, mit dem man auf Entfernung an der Stirn messen kann. Sehr cool – möchte ich auch, kostet aber gute 80,- EUR im Elektromarkt. Auf einer Hinweistafel werden mögliche Kontakte zu Corona-infizierten Personen abgefragt. Auch Personen, die in den letzten vier Wochen Husten oder eine andere Atemwegserkrankung hatten, dürfen kein Blut spenden.

Ein Desinfektionsmittelspender ist mein erster Anlaufpunkt. Dort liegen auch Einweg-Masken bereit, falls jemand nicht an die Maskenpflicht gedacht hat. An der Anmeldung halte ich den Blutspendepass und Personalausweis an eine Plexiglasscheibe. Sie werden durch die Scheibe eingescannt. Den Fragebogen gibt es ohne das übliche Klemmbrett. Dazu wird für alle Spender ein neuer Kugelschreiber aus der Packung geschüttelt. An der nächsten Station wird mir zum zweiten Mal an diesem Tag die Temperatur gemessen. Zur Eisenwertbestimmung wird ein Tröpfchen Blut benötigt. Die übliche Frage „Finger oder Ohr“ entfällt, aus Infektionsschutzgründen muss ich die Hand durch den Schlitz in der Plexiglasscheibe halten.

Der Arzt ist an diesem Tag der Einzige, der eine FFP2-Maske trägt. Auch er sitzt hinter einer Scheibe. Den Fragebogen muss ich auf einer markierten Stelle ablegen. Etwas merkwürdig komme ich mir dabei vor, als ich die Manschette zum Blutdruckmessen selbst überstreifen soll. Zum Glück trage ich ein langärmeliges Shirt. An der nächsten Station werden Plastikbeutel mit Identcodes versehen und auf das Klemmbrett gelegt. Da ist es also. Doch ich darf es nicht anfassen. Eine Mitarbeiterin vom Blutspendedienst nimmt es entgegen und begleitet mich zu einer der insgesamt acht Liegen. Die eigentliche Blutentnahme verläuft wie immer. Alle Mitarbeiter und Ehrenamtlichen tragen sowohl Mundschutz, als auch Handschuhe. Zwischendurch immer wieder der Griff zum Desinfektionsmittel. Ich sehe, dass die Handschuhe häufig gewechselt werden.

Das übliche Buffet fällt leider aus. Stattdessen gibt es ein Lunchpaket zum Mitnehmen. In meiner Tüte sind ein Saftpäckchen, ein Apfel, eine Salami, ein Joghurt, ein Muffin und ein belegtes Sandwich enthalten. Wenn ich da an vergangene Spendetermine in Adolphsdorf denke, da gab es ein leckeres Grillbuffet oder selbstgebackenen Butterkuchen. Damit kann so ein Lunchpaket wirklich nicht mithalten.

IMG_7356

Mein Fazit:

Meine Bedenken aus dem Vorfeld haben sich bei der Teilnahme an der Blutspende aufgelöst. Ich hatte ein gutes und sicheres Gefühl dabei. Sehr viel läuft kontaktlos ab. Bei der Spende wird auf das Einhalten von Abständen und das korrekte Tragen des Mund-Nasen-Schutz wesentlich mehr geachtet, als beispielsweise im Supermarkt.

Die nächsten Termine in Grasberg: Am 02.09.2020 von 16.30 bis 20.00 Uhr in der Schießsportanlage Adolphsdorf, Adolphsdorfer Str. 249. Am 23.09.2020 von 16.00 bis 20.00 Uhr im Rathaus Grasberg, Speckmannstr. 30. Termine in weiteren Orten in der Umgebung sind jeweils in meinem Veranstaltungskalender aufgeführt.

Gut zu wissen:

Eine Übertragung des Corona-Virus durch Blutpräparate wird vom Robert-Koch-Institut ausgeschlossen. Jede Blutspende wird auf Infektionskrankheiten wie HIV, Hepatitis und Syphilis untersucht, nicht auf Coronaviren. In Niedersachsen wurden seit Beginn der Pandemie über 1.500 Blutspendetermine durchgeführt, eine bestätigte Corona-Infektion eines Spenders ist dabei noch nicht vorgekommen. In einem solchen Falle würden hier selbstverständlich die behördlich geregelten Maßnahmen gelten, so Jürgen Engelhard vom Deutschen Roten Krenz Blutspendedienst.

Blutspenden

Neue Lockerungen – 10 Personen Regel

Die fünfte Lockerungsstufe in Niedersachsen tritt ab Montag, dem 22. Juni in Kraft. Die wohl größte Änderung ist die neue 10 Personen Regel. Die Kontaktbeschränkungen gelten weiterhin. Zusammenkünfte im öffentlichen Raum dürfen nicht mehr als 10 Personen umfassen. Mehr als 10 Personen sind erlaubt, wenn es sich um Familienangehörige handelt oder diese aus maximal zwei Haushalten stammen. „Auch wenn es hierbei streng genommen keine Vorgabe zum Mindestabstand gibt, sollten Sie unbedingt weiterhin möglichst viel Abstand zueinander halten  – im öffentlichen, wie im privaten Raum“, empfiehlt Landrat Bernd Lütjen.

Treffen

Picknicken oder Grillen in der Öffentlichkeit mit bis zu 10 Personen ist erlaubt. In privaten Gärten können sich ebenfalls Gruppen bis 10 Personen aufhalten. In Wohnungen sind auch Feiern mit 10 Personen erlaubt, bei einer kleinen Wohnung wird dazu geraten, doch lieber mehrere Treffen zu veranstalten.

Kulturelle Veranstaltungen, Kino

Theater, Opernaufführungen, Konzerte, Lesungen und Kinovorstellungen sind auch in geschlossenen Räumen erlaubt. Beim Betreten und Verlassen und während der Veranstaltung muss ein Abstand von 1,5 m gewährleistet werden. Der Abstand ist zu anderen Personen einzuhalten, die weder dem eigenen, noch einem weiteren Hausstand oder einer gemeinsamen Gruppe von maximal 10 Personen angehören. Es dürfen maximal 250 Besucher teilnehmen. Alle Gäste müssen während der Veranstaltung sitzen. Weitere Hygienemaßnahmen müssen getroffen werden, die Kontaktdaten der Gäste müssen erhoben und drei Wochen lang aufbewahrt werden. Für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen gilt, dass ein Mund-Nasen-Schutz während des Aufenthalts zu tragen ist. Diskotheken und Shisha-Bars bleiben geschlossen.

Große Veranstaltungen

Bis zum 31. Oktober sind große Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmern verboten. Unabhängig von der Teilnehmerzahl bleiben alle Volksfeste, Kirmesveranstaltungen, Festivals, Dorf-, Stadt- und Schützenfestel verboten. Messen, Kongresse und Spezialmärkte, die nach dem 31. August stattfinden, können unter Auflagen genehmigt werden.

Sportveranstaltungen

Bei Breitensportwettbewerben im Freien dürfen 50 Zuschauer teilnehmen, die Abstandsregelung ist einzuhalten. Bei einer größeren Besucherzahl bis zu 250 Personen gibt es weitere Auflagen: Die Zuschauer müssen sitzen und die Kontaktdaten erfasst werden . Zum Profisport sind weiterhin keine Zuschauer erlaubt.

Gastronomie und Übernachtungsgewerbe

Auch in der Gastronomie gilt die 10 Personen Regel. Der Abstand ist zu anderen Personen einzuhalten, die weder dem eigenen, noch einem weiteren Hausstand oder einer gemeinsamen Gruppe von maximal 10 Personen angehören. Die Kontaktdaten werden weiterhin erhoben und drei Wochen aufbewahrt. Buffets zur Selbstbedienung der Gäste sind verboten. Buffets, bei denen eine Servicekraft bedient, sind erlaubt.

Hotels, Jugendherbergen und Campingplätzen müsssen weiterhin Hygienekonzepte erstellen. Oberflächen, die häufig von Gästen oder Personal berührt werden, müssen täglich mehrmals gereinigt werden. Die Maximalbelegung entfällt.

Gästeführungen und Seilbahn

Die Beschränkungen auf 10 Personen bzw. die maximale Auslastung von 50% entfällt. Alle Teilnehmer / Nutzer sind verpflichtet, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Busreisen

Auch hier gilt die neue 10 Personen Regelung. Im Fahrzeug muss jede Personen einen Abstand von 1,5 m zu anderen Personen einhalten, die weder dem eigenen, noch einem weiteren Hausstand oder einer gemeinsamen Gruppe von maximal 10 Personen angehören. Beim Betreten, Verlassen und während des Aufenthalts im Fahrzeug ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Kontaktdaten müssen erhoben und drei Wochen lang aufbewahrt werden. Die Klimaautomatik des Fahrzeuges muss auf Dauerventilation eingestellt sein.

Unterrichtsbedingte, eintägige Schulfahrten sind gestattet. Klassenfahrten mit Übernachtung bleiben untersagt.

Sauna

Saunen dürfen wieder geöffnet werden. In Schwimmbädern und Saunen findet die 10 Personen Regel keine Anwendung!

Selbsthilfegruppen und Eltern-Kind-Angebote

Zusammenkünfte von Selbsthilfegruppen sind wieder gestattet. Hier findet ebenfalls die 10 Personen Regelung Anwendung. Bei Eltern-Kind-Angeboten werden die Kinder die zum eigenen Haushalt gehören, nicht extra gezählt. Beispiel: Vater und zwei Kinder zählen als eine Person bei der Gruppenstärke. Beratungsstellen zu beruflichen Fragen öffnen ebenfalls wieder.

Blasorchester und Chöre

Die bisherige Beschränkung auf vier Personen im Kleingruppenunterricht gilt nicht, wenn der Unterricht unter freiem Himmel stattfindet.

Geschäfte

In Geschäften und Dienstleistungseinrichtungen entfällt die Regelung, dass nur eine Person pro 10 m² Ladenfläche zulässig ist. Der Mindestabstand muss weiterhin eingehalten werden können.

Auslandsreisen

Es wird empfohlen, das Infektionsgeschehen im geplanten Reiseurlaubsland im Blick zu behalten. Dieses ist entscheidend für die Frage, ob jemand nach einer Reise in Quarantäne muss oder nicht. Das RKI informiert auf seiner Website über die aktuellen Entwicklungen der jeweiligen Länder.

Aktuelle Zahlen

Landkreis Osterholz-Scharmbeck: 117 bestätigte Infektionen mit dem Corona-Virus (davon 6 akut); Grasberg: 6 (akut 0); Lilienthal: 15 (akut 0); Worpswede: 10 (akut 1). Stand 19.06.2020

Quellen: Niedersächsische Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus

Landkreis Osterholz

IMG_1708

Grafik: Landkreis Rotenburg

Weitere Lockerungen ab dem 8. Juni

Über die Lockerungen im Bereich Veranstaltungen hatte ich bereits geschrieben. Viele der weiteren Lockerungen beziehen sich schon auf die kommende Ferienzeit.

Indoor-Spielplätze

Indoor-Spielplätze dürfen wieder öffnen, die Abstandsregeln sind einzuhalten, der Zugang muss gesteuert und die Bildung von Warteschlangen vermieden werden. Der Betreiber hat Maßnahmen zur Hygiene zu treffen.

Familienfeiern

Bei Hochzeiten, Taufen, Konfirmationen und Beerdigungen können jetzt bis zu 50 Personen teilnehmen. Die Abstands- und Hygieneregeln sind einzuhalten. Geburtstage gelten nicht als Familienfeier und unterliegen den Kontaktbeschränkungen.

Übernachtungsgewerbe

Hotels, Jugendherbergen etc. können ihre Kapazität auf maximal 80% ausweiten. Beruflich bedingte Übernachtungen müssen bei der Kapazitätsgrenze nicht einberechnet werden. Die Wiederbelegungssperre von 7 Tagen bei Ferienhäusern und -wohnungen fällt weg.

Touristische Busreisen

Beim Ein- und Ausstieg sowie bei der Fahrt ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Personen, die nicht in einem gemeinsamen Hausstand leben, müssen 1,5m Abstand halten. Eine Sitzreihe zwischen den Reisenden bleibt jeweils gesperrt. Die Klimaanlage muss auf Dauerbetrieb laufen (permanenter Luftaustausch). Die Kontaktdaten der Reisenden werden erhoben und drei Wochen lang aufbewahrt.

Schwimmbäder

Auch Hallenbäder dürfen wieder öffnen. Es muss sichergestellt sein, dass die Gäste beim Betreten und Verlassen sowie beim Aufenthalt in der Badeanstalt die 1,5 m Abstand einhalten können. Besonders im Bereicht der Umkleiden und Duschen hat der Betreiber Hygienemaßnahmen zu treffen und die Bildung von Warteschlangen zu vermeiden.

Die Freibäder in Wilstedt, Hepstedt und Kirchtimke werden alle demnächst öffnen. Für den Besuch des Bades in Kirchtimke ist der Erwerb einer Jahreskarte erforderlich. Über die Regelungen der beiden anderen Bäder ist noch nichts bekannt. (Quelle: Wümme Zeitung) Informationen über die Hallenbäder in Worpswede, Lilienthal und Ottersberg stehen ebenfalls noch aus.

Duschen und Umkleiden

Auch in Fitness-Studios und Sporthallen dürfen die Umkleiden und Duschen wieder genutzt werden.

Fahrrad- und Bootsverleih

Die Verleiher sind verpflichtet, die Kontaktdaten der Kunden zu notieren und drei Wochen lang aufzubewahren.

Kutsch- und Schiffsfahrten, Seilbahn

Bei Kutschfahrten muss verpflichtend eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Die Abstandsregeln sind einzuhalten. Gleiches gilt für Schiffsfahrten. Hier müssen die Kontaktdaten der Mitfahrenden erhoben und drei Wochen lang aufbewahrt werden. Unter Schiffsfahrten fallen auch die beliebten Torfkahnfahrten. In Seilbahnen darf die Kapazität maximal zu 50% ausgelastet werden. Es gilt ebenfalls die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Gästeführungen

Führungen unter freiem Himmel sind für Gruppen bis 10 Personen erlaubt. Alle müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Die Abstandsregelung ist einzuhalten.

Jugendgruppen

Veranstaltungen für Jugendgruppen mit Übernachtungen bleiben bis mindestens 31. August verboten.

 

Die allgemeinen Kontaktbeschränkungen werden mindestens bis zum 29. Juni fortgesetzt.

Quelle: Niedersächsische Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus

Aktuelle Zahlen

Landkreis Osterholz-Scharmbeck: 111 bestätigte Infektionen mit dem Corona-Virus (davon 4 akut); Grasberg: 6 (akut 0); Lilienthal: 15 (akut 0); Worpswede: 9 (akut 0). Stand 05.06.2020

IMG_7181
„Ohne Mundschutz betreten verboten!“ – Imbiss Worpsweder Stübchen

Neue Regelungen für Veranstaltungen in Niedersachsen

Ab Montag tritt die vierte Stufe der Corona-Lockerungen in Kraft. Kulturelle Veranstaltungen wie z.B. Aufführungen der darstellenden Künste, Musik oder Literatur können wieder stattfinden, allerdings nur unter freiem Himmel und mit weiteren Auflagen: Die Besucher müssen 1,5 m Abstand voneinander halten und dürfen nur sitzend an der Veranstaltung teilnehmen. Die Kontaktdaten werden erhoben und drei Wochen aufbewahrt, um mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können. Die Veranstalter müssen einen geregelten Zutritt und Hygienemaßnahmen gewährleisten.

„Spezialmärkte“ bei denen Eintritt gezahlt wird, sind unter freiem Himmel erlaubt. Hierunter können z.B. Flohmärkte fallen. Die Abstandsregelung ist einzuhalten, Veranstalter müssen sich um einen geregelten Einlass, die Vermeidung von Warteschlangen und Hygienemaßnahmen kümmern.

Durch diese Lockerungen wird das kulturelle Leben sicherlich wieder belebt. Mein Veranstaltungskalender lag in den letzten Wochen brach. Einige wenige Veranstaltungen wie Gottesdienste und Blutspenden sind momentan darin aufgeführt. Ich hoffe, dass in der nächsten Zeit einiges hinzukommt. Hinweise für Veranstaltungen gerne an: radheldin@web.de .

Auch für unseren Findorffhof in Grasberg könnte das eine Chance sein. Das weitläufige Gelände bietet sich für Theaterdarbietungen oder Konzerte unter freiem Himmel ganz wunderbar an. Trauungen dürfen bereits jetzt wieder in dem historischen Ambiente stattfinden.

Aktuell im Veranstaltungskalender

Kein Konzert unter freiem Himmel, sondern im virtuellen Raum bietet die Gruppe „Afterburner“. Sie rocken in der Stadthalle Osterholz und streamen das Konzert live auf YouTube. Am 6. Juni, 20.00 Uhr.

Ein virtueller Lauf soll den OHZ Sommernachtslauf ersetzen. Wer teilnehmen möchte, läuft in der Zeit vom 15. Juni 10.00 Uhr bis 21. Juni 14.00 Uhr mindestens fünf Kilometer und sendet anschließend ein Bild per Instagram, Facebook oder Mail. Je nach Anzahl der Bilder bekommt das SOS Kinderdorf Worpswede eine Spende.

Die Kirchen sind seit einiger Zeit wieder geöffnet. Wie sich der Besuch eines Gottesdienstes unter Corona-Auflagen gestaltet, habe ich hier für die Wümme-Zeitung aufgeschrieben.

Am 24. Juni wird im Schützenhaus Adolphsdorf um eine Blutspende gebeten. Ob es den weltbesten Butterkuchen dieses Mal zum Mitnehmen gibt, ist nicht bekannt.

Bars und Kneipen dürfen wieder öffnen, es gelten die gleichen Auflagen wie in der Gastronomie. Clubs, Discos und Shisha-Bars bleiben weiterhin geschlossen. Kinos, Theater und Opernhäuser ebenfalls.

Symbolbild – bemalter Stein in der Grasberger Steinschlange

Frohe Pfingsten!

Pfingsten – das war in der Vergangenheit: Schützenfest in Adolphsdorf oder Wilstedt, Zeltlager in Offendorf, Maibaumpflanzen, Lanz Bulldog-Treffen… In diesem Jahr ist alles anders. Alle öffentlichen Veranstaltungen sind abgesagt. Die Kontaktbeschränkungen gelten bis zum 29. Juni.

Die im Land Niedersachsen aktuell gültige Verordnung sieht weiterhin eine Minimierung der physischen Kontakte vor. Es können sich in der Öffentlichkeit Personen aus maximal zwei Haushalten treffen. Diese Regelung sollte auch auf den privaten Bereich übertragen werden. Landrat Bernd Lütjen: „Dank des umsichtigen Umgangs der Bürgerinnen und Bürger des Landkreises mit der Corona-Pandemie konnte ein größeres Ausbruchsgeschehen im Kreisgebiet bislang verhindert werden. […] Es ist aber zu früh, mit den Lockerungen leichtsinnig umzugehen. Daher kann ich nur dazu aufrufen, auch wenn in den kommenden Wochen weitere Lockerungen bei den Kontakten in Niedersachsen zu erwarten sind, weiterhin mit Umsicht zu agieren und weitläufige und ständig wechselnde Kontakte zu vermeiden.“

Grillpartys oder ähnliche Zusammenkünfte mit vielen Personen aus unterschiedlichen Haushalten sollten also tabu sein!

Man kann trotzdem etwas unternehmen, z. B. die RAW in Worpswede ansehen, Fahrradtouren, Eis essen (schmeckt auch auf der Hand, wenn man nicht direkt vor der Eisdiele sitzen darf). Vor einem spontanen Besuch im Zoo oder Tierpark sollte man sich auf der Homepage über die aktuellen Regelungen informieren. Oftmals muss online ein Ticket gekauft werden, damit die Betreiber den Zugang regeln können.

Der Hammestrand ist aus Sicherheitsgründen gesperrt, da der Sandstrand zu klein ist, um genügend Abstand halten zu können.

Aktuelle Zahlen: Landkreis Osterholz gesamt: 111 nachweisliche Infektionen (davon 21 akut, 1 Person wird in einem Krankenhaus in Bremen behandelt), Grasberg: 6 (akut keiner), Lilienthal: 15 (akut 4), Worpswede: 9 (akut 2). Stand 29.05.2020

IMG_1727

Dieses Bild stammt aus dem Kalender „Grasberger Skizzen 2013“ und wurde von Uli Wolff gezeichnet.

Die dritte Stufe der Corona-Lockerungen tritt in Kraft

Trotz der Lockerungen weist unser Landrat Bernd Lütjen auf die wachsende Anzahl der Infektionen hin und fordert alle Personen auf, weiterhin ihre Kontakte auf das Notwendigste zu beschränken und Abstand zu halten.

Senioren- und Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser

Bewohnerinnen und Bewohner in Heimen für ältere und pflegebedürftige Menschen sowie für Menschen mit Behinderungen und Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern haben jetzt das Recht von jeweils einer Person besucht zu werden. Dabei muss das Hygienekonzept der jeweiligen Einrichtung beachtet werden. Kontaktdaten werden erhoben und drei Wochen lang aufbewahrt. (Die Änderung ist am 20. Mai in Kraft getreten.)

Sporthallen und Fitnessstudios

Ab dem 25. Mai dürfen Sporthallen und Fitnessstudios unter Auflagen öffnen: Der Sport muss kontaktos zwischen den beteiligten Personen ausgeführt werden. Abstand von mind. 2 m ist einzuhaltne. Sportgeräte müssen desinfiziert werden. Umkleiden, Wasch- und Duschräume bleiben geschlossen. Warteschlagen sind zu vermeiden. Zuschauer*innen bleiben ausgeschlossen.

Tattoo-Studios

Seit dem 15. Mai dürfen Tattoo-Studios wieder öffnen. Nach einer Gerichtsentscheidung werden Tattoo-Studios anderen körpernahen Dienstleistungen wie Kosmetikstudios gleichgesetzt. Es gelten die gleichen Hygieneregeln: Die Dienstleister*innen müssen einen Mundschutz tragen und nach jedem Kunden die Hände desinfizieren. Ein Abstand von 1,5 m muss gewährleistet sein. Die Kontaktdaten der Kund*innen müssen erfasst und drei Wochen lang aufbewahrt werden.

Aktuell vor Ort

Ein Fall in einer Alten- und Pflegeeinrichtung in der Gemeinde Worpswede ist bestätigt worden. Da der Wohnsitz der betreffenden Person außerhalb des Landkreises gemeldet ist, fließt der Fall nicht in die Statistik des Landkreises ein. Alle Bewohner*innen und das Personal sind getestet worden, die Ergebnisse stehen noch aus.

Landkreis Osterholz gesamt: 102 nachweisliche Infektionen (davon 19 akut erkrankt, 1 Person wird in einem Bremer Krankenhaus behandelt); Grasberg: 6 (akut 1), Lilienthal: 13 (akut 2), Worpswede 7 (akut 1). Stand 20.05.2020

Maskensortiment.jpg

Maskensortiment

Quellen: Niedersächsische Verordnung , Landkreis Osterholz , Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport , Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Das kulturelle Leben startet wieder

Die ersten Museen in Worpswede öffnen wieder. Die Worpsweder Kunsthalle, Bergstr. 17 und die Große Kunstschau, Lindenallee 5 sind bereits seit dem heutigen Tage (7. Mai) geöffnet. Das Haus im Schluh, Im Schluh 35-37 folgt am 9. Mai. Im Barkenhoff, Ostendorfer Str. 10 erfolgt zunächst noch eine Baumaßnahme. Anfang Juni erhalten Besucher*innen wieder Zutritt.

Das Tragen eines Mundschutzes ist ebenso wie die Abstandsregelung obligatorisch. Die Betreiber der Museen sind verpflichtet, Maßnahmen zur Steuerung des Zutritts und zum Vermeiden von Warteschlange zu treffen. In der Großen Kunstschau ist nur eine bargeldlose Zahlung möglich.

In allen Worpsweder Museen findet die RAW Phototriennale statt. Die geplante Eröffnung fiel ebenso wie sämtliche Vorträge und Künstlergespräche dem Versammlungsverbot zum Opfer. Die Macher zeigten sich jedoch kreativ und verlegten kurzerhand das Fotofestival in den digitalen Raum. Mittlerweile 32 Videos sind auf dem extra dafür eingerichteten YouTube-Kanal zu finden.

In der Worpsweder Kunsthalle wird „Fokus Zeitenwende“ ausgestellt, in der Großen Kunstschau „Fokus Landschaft“ und bald im Haus am Schluh „Fokus Mensch“. Die Videos vermitteln einen ersten Eindruck darüber, was dort zu sehen ist.

Der Zoo am Meer in Bremerhaven öffnet am 8. Mai. Achtung: Der Einlass ist nur mit einem vorher online gelösten Ticket möglich! Bitte nicht auf gut Glück hinfahren! Die Betreiber müssen auch hier darauf achten, dass sich nicht zu viele Besucher auf dem Gelände aufhalten. Daher ist der Aufenthalt auf eine Stunde begrenzt. Mindestabstände müssen eingehalten werden, das Tragen eines Mundschutzes ist nur im Zoo-Shop notwendig.

Aktuelle Coronazahlen im Landkreis Osterholz: Gesamtzahl der bestätigten Infektionen: 83, davon 6 in Quarantäne (3 im Krankenhaus Osterholz); Lilienthal 11, davon 2 in Quarantäne, Grasberg 4 und Worpswede 6 (keine Personen mehr in Quarantäne).

IMG_4318

„Zitze“ – Klanginstallation der Künstler Karo Kollwitz und Holger Beisitzer – hier vor der Großen Kunstschau. Insgesamt gibt es zwölf dieser Klangskulpturen an verschiedenen Orten in Worpswede sowie eine in Bremen beim Paula Modersohn-Becker Museum in der Böttcherstraße. Es werden verschiedene Texte aus den Tagebüchern und Briefen der Worpsweder Malerin vorgelesen. (Foto: Christiane Seeger)

Corona-Verordnung – neue Regeln in Niedersachsen

Ab dem 6. Mai tritt die erste von fünf Stufen zur Lockerung der bestehenden Corona-Maßnahmen in Kraft. Die zweite Stufe ist für den 11. Mai geplant, allerdings sind dieser und weitere Punkte des Stufenplans abhängig vom weiteren Infektionsgeschehen. Nur wenn sich alle Bürgerinnen und Bürger verantwortungsvoll verhalten, können diese Schritte langsam ausgeweitet werden!

Tierparks, Museen und Gedenkstätten öffenen wieder

Besuche in diesen Einrichtungen sowie in weitläufigen Anlagen im Freien sind zulässig, der Mindestabstand ist weiterhin einzuhalten. Die Betreiber müssen geeignete Maßnahmen zur Steuerung des Zutritts und Vermeidung von Warteschlangen treffen. Ebenfalls müssen Sie auf das Einhalten des Abstandsgebots achten.

Gottesdienste und religiöse Zusammenkünfte

Hier ist ebenfalls das Einhalten der Mindestabstände zu beachten. Die Nutzung von Gegenständen durch mehrere Personen, insbesondere die Nutzung von Gesangbüchern, Weihwasserbecken, Sammelkörben und Messkelchen, ist untersagt.

Sportanlagen

Öffentliche und private Sportanlagen im Freien dürfen zur Ausübung von kontaktlosen Sportarten genutzt werden. Der Mindestabstand ist einzuhalten. Die Nutzung von Umkleideräumen und Duschen bleibt weiterhin nicht erlaubt.

Spielplätze

Auf öffentlichen Spielplätzen im Freien darf wieder gespielt werden, die Nutzung ist Kindern unter 12 Jahren, die von einem Erwachsenen beaufsichtigt werden, erlaubt. Auch hier gilt der Mindestabstand, die erwachsenen Begleitpersonen sollten, soweit möglich, darauf achten.

Zweitwohnungen und Campingplätze

Das Verbot zu kurzfristigen Aufenthalten in Zweitwohnungen wurde gestrichen. Ganzjährig oder saisonweise gemietete Parzellen auf Campingplätzen können wieder genutzt werden, die Campingplätze selbst bleiben weiterhin geschlossen.

Veranstaltungen

Veranstaltungen sind weiterhin verboten, unabhängig von der Teilnehmerzahl. Die meisten der Schützen- und Erntefeste in unserer Region sind bereits abgesagt worden, z. B. die Schützenfeste in Adolphsdorf, Huxfeld, Lilienthal, Worpswede. Ebenso das Grasberger Sommerblütenfest und die Dorfparade. Unser Landrat, Bernd Lütjen sagt: „Weiterhin gilt aber: Die Regelung heißt nicht, dass nach dem 31. August 2020 alle Veranstaltungen wieder wie gewohnt stattfinden können. Wir werden hierfür die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens abwarten müssen, bevor es verlässliche Aussagen dazu geben kann.“

Kinderbetreuung

Eine private Betreuung von maximal fünf Kindern, z. B. in der Nachbarschaft wird ermöglicht. Eigene betreute Kinder sind auf die Höchstzahl anzurechnen. Weiterhin wird von Kindergärten und Schulen eine Notbetreuung angeboten. Über den jeweiligen Start von Präsenzunterricht werden die Schüler und Eltern von den Schulen direkt unterrichtet.

Aktuelle Fallzahlen

Im Landkreis OHZ liegen 83 bestätigte Fälle vor, davon sind 74 Personen bereits genesen. Aufteilung nach Kommunen: Grasberg: 4, Lilienthal 11, Worpswede 6.

 

Mitteilung des Landkreises Osterholz / Originaltext der Niedersächsischen Verordnung

 

Maler

Auch mit Mundschutz: Der Maler am Rastplatz zwischen Grasberg und Lilienthal, eine Plastik von Ingeborg Ahner-Siese (Foto: Christiane Seeger)

Corona-Infos für Grasberg

Ab Dienstag, den 21. April öffnen die Postfilialen in Grasberg und Lilienthal wieder zu den gewohnten Zeiten: Mo. – Fr. 8.30 – 13.00 Uhr sowie 14.30 – 18.00 Uhr, Sa. 8.30 – 12.30 Uhr (Grasberg), bzw. bis 13.00 Uhr (Worpswede).

Kleine Geschäfte (bis 800 m2) dürfen unter Hygieneauflagen (Abstand halten, begrenzte Personenanzahl im Laden etc.) ab Montag, den 20. April wieder öffnen. Es wird dringend empfohlen, beim Einkaufen und im ÖPNV einen Mundschutz zu tragen. Durch das Kaufen beim lokalen Handel kann man diesen in dieser schwierigen Zeit unterstützen. #BuyLocal

Keine Schützenfeste! Die Schützenvereine Adolphsdorf, Heidberg-Falkenberg, Huxfeld, Hüttenbusch, Worphausen, Worpswede und Borgfeld haben bereits ihre Schützenfeste abgesagt. Auch die Dorfparade muss leider ausfallen.

Die Tafel in Lilienthal öffnet wieder ab dem 28. April um 12.00 Uhr.

Das Kundenzentrum der Wümme-Zeitung öffnet wieder ab 4. Mai von 9.30 – 17.00 Uhr.

Bestätigte Coronafälle in Landkreis Osterholz-Scharmbeck: 74, davon 4 Fälle in Grasberg, 5 Fälle in Worpswede und 9 Fälle in Lilienthal. (Stand 20.04.2020)

Eine neue Art von Müll: Mundschutzmasken und Einweghandschuhe werden nach Gebrauch auf die Erde geworfen. Foto: Christiane Seeger

Grasberg / Corona: geänderte Öffnungszeiten und Hotline für Senioren

Wegen der Auflagen haben diverse Geschäfte geschlossen. Andere verändern ihre Öffnungszeiten. Hier eine kleine Aufstellung, die nach und nach erweitert wird:

Postfiliale in Grasberg: Mo. bis Fr. von 14.00 – 18.00 Uhr, Sa. 9.00 – 12.30 Uhr. Die Filiale bitte nur einzeln betreten!

Shell Tankstelle Mo. – Fr. 7.00 – 20.00 Uhr / Sa. 8.00 – 18.00 Uhr / So. 10.00 – 18.00 Uhr

Hanschens Tanktreff Mo. – Fr. 5.30 – 20.30 Uhr / Sa. 7.00 – 20.00 Uhr / So. 9.00 – 19.00 Uhr

Die Filiale der Sparkasse bleibt geschlossen. Der Geldautomat und die SB-Technik sind erreichbar. Die nächstgelegene, geöffnete Filiale befindet sich in Lilienthal, Klosterstr. 19.

Edeka, Aldi, Lidl und Rossmann in Worpswede haben jetzt sonntags geschlossen!

Wertstoffhof in Lilienthal ist ab Donnerstag, den 26. März 2020 bis auf weiteres geschlossen.

Pizza Blitz: Bestellungen von Mo. – Do. bis 21.30 Uhr, Fr. – So. bis 22.30 Uhr

Meyer Fahrschule – Betrieb bis 18.04. eingestellt, Tel. 0172 4292891

Alles Optik – geschlossen, für dringende Notfälle unter grasberg@allesoptik.de erreichbar.

Euronics Viohl für Reparaturen und Werkstattanfragen den Eingang rechts am Haus benutzen. Tel. 04208 / 1644 oder E-Mail info@ viohl-grasberg.de

Gadia Immobilien – telefonisch und per E-Mail erreichbar 04208 8285142 / 0170 4337968 oder info@gadia-immobilien.com

Für vereinsamte ältere Menschen, die kaum soziale Kontakte haben, wurde eine bundesweite Hotline eingerichtet. Das „Silbertelefon“ ist unter 0800 470 80 90 von 8 bis 22 Uhr erreichbar. „Wir hören zu und wir teilen Sorgen und Ängste“, erklärt Elke Schilling, die Initiatorin des Silbertelefons. Den meisten Anrufer gehe es vor allem um Kontakt. „Weil sie ja niemanden haben, der mit ihnen spricht. Das ist jetzt noch mal verschärft dadurch, dass auch die normalen Kontakte, die sich durch Pflege und Nachbarschaft vielleicht ergeben, auch noch weg sind.“ Diesen Hinweis gerne an die Zielgruppe weitergeben.

Coronafälle Stand 02.04.2020: Lilienthal 8, Grasberg 4, Worpswede 0, insgesamt im Landkreis Osterholz: 57